Mit Sonnenschutz im Freilichtmuseum

Die Deutschen waren, sind und werden auch in Zukunft ein Volk von Autoliebhabern sein. Das spiegelt sich nicht nur in der führenden Rolle Deutschlands auf dem Automobilmarkt oder in den langen Staus auf unseren Autobahnen wieder, sondern auch in seinen zahlreichen Oldtimer-Museen.

Über 800 Oldtimer-Museen sind in Deutschland registriert, von der kleinen Sammlung eines VW-Käfer-Liebhabers bis hin zu den großen Museen der immer noch führenden Autohersteller Mercedes-Benz, Opel, Audi oder VW.  Darüber hinaus fahren die Besitzer einzelner Oldtimer auch regelmäßig zu Treffen. Berühmt und gleichzeitig berüchtigt ist hier z. B. das Trabbi-Treffen in Zwickau. Ebenso bekannt ist die Mille Miglia, eine traditionsreiche Tour von Oldtimern auf öffentlichen Straßen, die jährlich über 3 Tage lang durchgeführt wird. Jeder Oldtimer kann daran teilnehmen.

Solche Oldtimertreffen finden der Witterung halber immer in den Sommermonaten statt. Dafür werden meist große Areale wie stillgelegte Flugplätze, Messegelände in riesige Freilichtmuseen verwandelt. Die stolzen Besitzer der Oldies sind gleichzeitig auch als Infopersonal in der Nähe ihrer Wagen ansprechbar. Wer schon Erfahrung mit solchen Treffen hat, packt immer auch ein großes Sonnensegel ein, denn das stundenlange Stehen in der Sonne oder ein plötzlicher Regenguss können die Freude am offenen Verdeck schnell trüben.

Viele Oldtimertreffen sind aber auch nur auf einen bestimmten Automobilhersteller, ein Modell oder bestimmte Baujahre festgelegt. Dann kommen meist die Experten zusammen, z.B. von alten Militärautos, Feuerwehrautos, Krankenwagen oder sonstigen Bussen, wobei sie allerdings aus der ganzen Welt anreisen. Dabei wird nicht nur über die alte Fahrzeugtechnik philosophiert, sondern auch über Design und Innenausstattung der Fahrzeuge. So gab es schon vor 50 Jahren in einem Krankenwagen als Sichtschutz am Fenster ein bedrucktes Plissee, das heute als moderner Sonnenschutz ganz groß im Trend liegt. Ebenso interessant sind die Treffen von historischen Wohnwagen oder Bussen.

Einige Hersteller bringen nun ihre kultigsten Modelle auch wieder auf den Markt. Sehr erfolgreich sind hier der VW Käfer, Mini Cooper oder der Fiat 500. Wer sich solch eine Neuauflage zulegt, sollte sich ruhig mal in einem Museum das Original ansehen.

Eine Antwort auf “Mit Sonnenschutz im Freilichtmuseum”
  1. Michael sagt:

    Hi Oldtimerfans,

    auch ich liebe die alten Automobile und fand Ihren Bericht daher sehr interessant. Aber schon cool, dass die Krankenwagen bereits in der Vergangenheit als Sichtschutz ein Plissee verwendeten. Ich habe so eins auch an meinem Fenster hängen, dachte aber, dass es sich dabei um einen recht neuen Sonnenschutz handelt. Manchmal wird man durch Onlinebeiträge eben doch schlauer.

    Gruß von
    Michael

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